Was geschieht...

...an der Hamburger Versicherungsbörse?

An der Börse werden zwischen Versicherern, den Assecuradeuren und Maklern Prämien ausgehandelt und Beteiligungen vergeben. Darüber hinaus werden Dokumente ausgetauscht und Vorgänge erledigt, die sich aus der Verwaltung von Versicherungsverträgen in Betrieb und Schaden ergeben.
Der Art nach handelt es sich bei den an der Hamburger Versicherungsbörse gezeichneten Risiken überwiegend um nationales Geschäft, und zwar vorwiegend in dem Bereich der sogenannten kaufmännischen Versicherungszweige (Transport, Industrie-Feuer, Industrie-Haftpflicht). Rückversicherungen werden nur am Rande und in erster Linie auf fakultativer Basis mit behandelt.
In beider Hinsicht unterscheidet sich die Hamburger Versicherungsbörse deutlich von Lloyd´s London. Der Anteil des internationalen Geschäftes macht dort mehr als die Hälfte der platzierten Versicherungen aus. Ähnlich verhält es sich mit dem Abschluss von Rückversicherungen.

Während früher der Abschluss von Transportversicherungen an der Börse einen großen Teil der Börsengeschäfte einnahm, ist dieses heute nicht mehr der Fall. Das liegt nicht etwa daran, dass die Transportversicherung als solche am Seehandelsplatz Hamburg weniger bedeutsam wäre, vielmehr wurden früher in der Güterversicherung für jeden Transport Einzelverträge abgeschlossen, während heute der Jahresvertrag, d.h. die sogenannte laufende Police vorherrscht. Bei dieser Versicherungsform werden die versicherten Interessen beim Vertragsabschluss in Form eines Rahmenvertrages nur der Gattung nach bezeichnet und erst nach der Entstehung dem Versicherer einzeln aufgegeben (deklariert).
Versicherungsbörsen sind weltweit nur noch in London und Rotterdam vorzufinden. Die Versicherungsbörse spiegelt die besondere Bedeutung des Versicherungsplatzes Hamburg wider.